Ehe und Wiederheirat – aus der Perspektive von geistlichem Missbrauch im christlichen Fundamentalimus

Er aber sprach zu ihnen: Nicht alle fassen dieses Wort, sondern die, denen es gegeben ist; 

Matthäus 19,11
Aussteiger*innen aus konservativ‑evangelikalen Freikirchen berichten, dass „Verfehlungen“ (z. B. Kleidung, Sexualität, Rollenverhalten) zu seelsorgerlichen Gesprächen, öffentlicher Bloßstellung oder Gemeindezucht führten. Die Bibel wurde als irrtumsfrei und wörtlich ausgelegt, wodurch Heiligungsnormen als unverhandelbare Gesetze galten.
Quelle: „Viele unterschätzen, wie emotional herausfordernd ein Ausstieg ist“ – Das Ausstiegs-Netzwerk Fundamental frei e.V

Heiligung als unverhandelbares Gesetz und geistliche „Keule“

Wer es fassen kann, der fasse es.

Matthäus 19,12

Aussteigerinnen und Aussteiger aus konservativ‑evangelikalen Freikirchen berichten übereinstimmend, dass vermeintliche „Verfehlungen“ wie Kleidung, Sexualität oder Rollenverhalten häufig zu seelsorgerlichen Gesprächen, öffentlicher Bloßstellung oder Gemeindezucht führten. Die Bibel wurde dabei als irrtumsfrei und wörtlich bindend ausgelegt, sodass Heiligung nicht mehr als geistliches Wachstum verstanden wurde, sondern als unverhandelbares Gesetz.

Der Anspruch auf „Bibeltreue“ wurde damit nicht zu einem Ausdruck verantwortungsvoller Schriftbindung, sondern zu einem manipulativen Etikett, das jede Abweichung moralisch diskreditierte und die „von Gott eingesetzte“ Leiterschaft als alleinige Hüter der wahren Auslegung legitimierte. Viele ehemalige Mitglieder schildern zudem, dass ihnen der Begriff bibeltreu wie einer Art geistliche Keule um die Ohren geschlagen wurde. Mit dem Begriff der bibeltreuen Auslegung wurde somit ein eigenständiger religiöser Gesetzesraum errichtet, der den damaligen rabbinischen Schulen während der römischen Besatzung zur Zeit Jesu gleicht.

Die Gemeinde als christliche Gemeinschaft unter einem eigenständigen Gesetz

Damit wird die Gemeinde, die als „christliche Gemeinschaft“ under Gottes Autorität mit der Leiterschaft, zu einem eigenständigen Gesetzesraum erklärt, in dem aus der wörtlichen Bibelauslegung abgeleiteten Aussagen zu Gesetzen erklärt und entsprechend angewendet werden.

Die christliche Gemeinschaft wird dadurch zu einer Art innerkirchlichem Gerichtshof, in dem pastorale Autorität und selektive Bibelauslegung darüber entscheiden, was als „heilig“ gilt und welche Abweichungen als Sünde zu sanktionieren sind.

denn es gibt Verschnittene, die von Mutterleib so geboren sind; und es gibt Verschnittene, die von den Menschen verschnitten worden sind; und es gibt Verschnittene, die sich selbst verschnitten haben um des Reiches der Himmel willen.

Matthäus 19,12

Beispiele für die Irrütmer der konservativ-evangelikalen Gemeinde

Viele Christen sind verunsichert, weil die Bibel scheinbar widersprüchliche Aussagen über Ehe, Scheidung und Wiederheirat enthält. Einerseits steht im Evangelium die harte Aussage Jesu: „Wer eine Geschiedene heiratet, begeht Ehebruch.“ (eine Aussage, die im erweiterten theologischen Artikel biblisch fundiert korrigiert wird, da sie sich nicht auf moderne Scheidung, sondern auf die antike Praxis des Wegschickens bezieht).

Andererseits berichtet das Alte Testament von Königen wie David und Salomo, die mehrere Frauen und Nebenfrauen hatten. Manche vertreten daraus sogar die Position, Polygamie sei biblisch und könne als Modell für wiedergeborene Christen gelten.

Einstieg: Scheidung oder Entlassung?

Viele Christen sind verunsichert, was die Bibel über Ehe und Scheidung lehrt. Einerseits finden wir im Neuen Testament eine scheinbar sehr harte Aussage Jesu: „Wer eine geschiedene Frau heiratet, begeht Ehebruch.“ Diese Formulierung wirkt absolut und lässt kaum Raum für Ausnahmen. Doch die Frage ist, wie Jesus diese Aussage ursprünglich gemeint hat – und ob die gängigen deutschen Übersetzungen (Schlachter, Luther) den ursprünglichen Sinn des griechischen Textes tatsächlich korrekt wiedergeben.

Einige Fachleute weisen darauf hin, dass der Begriff, der oft mit „scheiden“ übersetzt wird, im Urtext eher die antike jüdische Praxis der Entlassung (griechisch apolyō) bezeichnet. Diese war ein einseitiger, oft willkürlicher Akt des Mannes, der die Frau rechtlos zurückließ. Die moderne Scheidung ist damit nicht ohne Weiteres gleichzusetzen.

Andererseits berichtet die Bibel im Alten Testament von Königen wie David oder Salomo, die mehrere Frauen und einen Harem von Nebenfrauen hatten. Diese Berichte führen manche dazu, Polygamie als biblisch legitim zu betrachten und sie sogar zum angeblichen Standard für wiedergeborene Christen zu erheben. Doch solche Schlussfolgerungen übersehen, dass die Bibel zwischen beschreibenden und vorschreibenden Texten unterscheidet. Die Tatsache, dass etwas berichtet wird, bedeutet nicht automatisch, dass es von Gott gutgeheißen wird.

Ehe und Wiederheirat biblisch betrachtet – ein messiansch geprägter Aufklärungsversuch

Der Vortrag von Philipp und Nadine Schreiber beleuchtet die Positionen der Bibel zu Ehe und Scheidung in einer Tiefe, die selten in Gemeinden oder in christlichen Gemeinschaften gelehrt wird.

In einem YouTube‑Livestream (vom 06.12.2025) erklärte Philipp Schreiber, Gründer des überkonfessionellen Dienstes Heilung ist Gottes Wille, gemeinsam mit seiner Frau Nadine, wie die Bibel das Thema Ehe, Scheidung und Wiederheirat lehrt. Der Livestream gehört zur Serie „Sattelfestes Schriftverständnis“, deren Ziel es ist, Christen gemäß Epheser 4,14 vor falscher Lehre zu schützen und ein stabiles, schriftgemäßes Fundament zu vermitteln.

Auf dieser Grundlage möchte ich das Thema Ehe und Wiederheirat hier diskutieren und dem Leser einen Überblick über die Positionen, aber auch eine hoffnungsvolle und liebevolle Botschaft mit geben.

Inhalt

Wie ist das mit Ehe und Wiederheirat? – Philipp und Nadine Schreiber

Einführung und Zusammenfassung

Die Argumentation des Vortrags entfaltet einen klaren roten Faden: Die Gemeinde darf sich nicht von weltlichen Vorstellungen über Ehe und Liebe verführen lassen. Die Bibel beschreibt Liebe nicht als Gefühl, das kommen und gehen kann, sondern als eine Entscheidung, die sich im Gehorsam gegenüber Gottes Wort zeigt. Deshalb ist die Ehe ein heiliger, von Gott gestifteter Bund, der zwei Menschen „zusammengejocht“ und untrennbar miteinander verbindet. Jede Trennung widerspricht diesem ursprünglichen Willen Gottes – außer in den wenigen Fällen, die Jesus und Paulus ausdrücklich nennen.

Dazu gehört der erwiesene Tatbestand sexueller Unzucht, also jede Form von Sexualität außerhalb der Ehe. Auch Paulus macht deutlich, dass Versöhnung immer zuerst geboten ist. Doch wenn ein Partner jede Annäherung blockiert, trägt der Gläubige keine Schuld, denn Frieden ist nur „so viel an euch liegt“ (Römer 12,17–18) möglich. Gleichzeitig unterscheidet Paulus präzise zwischen verschiedenen Lebenssituationen: Verheiratete, Jungfrauen, Witwen und Ledige (also Geschiedene). Für jede dieser Gruppen gelten unterschiedliche Anweisungen, was zeigt, dass die Bibel differenziert und nicht gesetzlich pauschal urteilt.

Darüber hinaus öffnet Paulus mit der Formulierung „in solchen Fällen“ (1.Korinther 7,15) bewusst Raum für Situationen, die zwar nicht explizit genannt, aber eindeutig zerstörerisch sind – etwa Gewalt, Missbrauch, extremer Narzissmus oder die Gefährdung von Kindern. In solchen Fällen kann eine Trennung notwendig werden, weil der Ehepartner den heiligen Bund faktisch zerstört.

Wichtig ist dabei der Unterschied zwischen „entlassen“ und „scheiden“: Das biblische apolyo meint die jüdische Entlassungspraxis der Antike, nicht die moderne Scheidung. Eine Entlassung war nur bei nachweisbarem sexuellen Fehlverhalten erlaubt; jede andere, „beliebige“ Entlassung war Sünde des Entlassenden. Moderne Übersetzungen (auch Schlachter und Luther), die hier von „Scheidung“ sprechen, führen oft zu Missverständnissen. Der Vortrag zeigt deshalb, dass die biblische Lehre weder gesetzlich noch beliebig ist, sondern die Ehe als heiligen Bund schützt und gleichzeitig realistische Wege für Situationen eröffnet, in denen dieser Bund durch schwere Sünde oder Gewalt zerbrochen wurde.

Der Unterschied zwischen Entlassung und Scheidung

Philipp Schreiber macht deutlich, dass der entscheidende Unterschied zwischen entlassen und scheiden der Schlüssel zum Verständnis der gesamten biblischen Lehre über Ehe und Wiederheirat ist. Das griechische Wort apolyo, das Jesus in Matthäus 5 und 19 verwendet, beschreibt nicht die moderne Scheidung, sondern die jüdische Entlassungspraxis der Antike. Ein Mann konnte seiner Frau einen Entlassungsbrief geben, der sie rechtlich wieder „frei“ machte. Diese Praxis war einseitig, oft missbraucht und diente ursprünglich dem Schutz der Frau, damit sie nicht als Ehebrecherin galt, wenn sie erneut heiratete.

Jesus greift diese Praxis auf und korrigiert die rabbinischen Fehlinterpretationen: Eine Entlassung ist nur erlaubt, wenn ein erwiesener Tatbestand sexueller Unzucht vorliegt – nicht Vermutungen, nicht Kleinigkeiten, nicht persönliche Vorlieben. Jede andere Entlassung ist Sünde des Mannes, weil er den heiligen Bund der Ehe leichtfertig zerstört. Moderne Übersetzungen, die apolyo mit „scheiden“ wiedergeben, erzeugen daher schwere Missverständnisse: Sie vermischen die antike Entlassung mit der heutigen staatlichen Scheidung und führen zu der falschen Lehre, Wiederheirat sei grundsätzlich Ehebruch.

Schreiber zeigt weiter, dass Jesus und Paulus die Schuldfrage völlig anders bewerten, als es manche gesetzliche Traditionen tun. Wenn ein Mann seine Frau zu Unrecht entlässt, trägt er die Schuld – nicht die Frau, die später aus existenzieller Not erneut heiratet. Paulus bestätigt dieses Prinzip, indem er zwischen verschiedenen Lebenssituationen unterscheidet: Verheiratete, Jungfrauen, Witwen und Ledige (also Geschiedene). Für jede Gruppe gelten unterschiedliche Anweisungen, was zeigt, dass die Bibel differenziert und nicht pauschal verurteilt.

Besonders wichtig ist seine Formulierung „in solchen Fällen“, die bewusst offen lässt, dass es neben Ehebruch weitere Situationen geben kann, in denen der Bund faktisch zerstört ist – etwa Gewalt, Missbrauch, extremer Narzissmus oder die Gefährdung von Kindern. In solchen Fällen ist eine Trennung nicht Beliebigkeit, sondern eine notwendige Schutzmaßnahme.

Die moderne Scheidung ist daher nicht automatisch mit der biblischen Entlassung gleichzusetzen. Die Bibel verurteilt nicht jede Trennung, sondern nur die beliebige, selbstsüchtige Auflösung des göttlichen Jochs. Die Gemeinde soll sich deshalb nicht dem weltlichen Eheverständnis anpassen, sondern die Ehe als heiligen, von Gott gestifteten Bund verstehen, der geschützt, geheilt und nur in klar definierten Ausnahmefällen gelöst werden darf.

Missbrauch der Scheidung und des Verbotes der Wiederheirat

Philipp Schreiber betont, dass Paulus in 1. Korinther 7,15 bewusst die Formulierung „in solchen Fällen“ verwendet. Im griechischen Urtext steht „enteis toioutois“, was nicht „in diesem Fall“, sondern „in solcherlei Dingen“ bedeutet. Philipp erklärt, dass Paulus damit absichtlich eine Mehrzahl benennt und die Kategorie offen lässt. Der genannte Beispiel-Fall ist der ungläubige Ehepartner, der gehen will. Doch Paulus formuliert nicht exklusiv, sondern exemplarisch. Philipp sagt ausdrücklich, dass diese Offenheit kein Zufall ist: Sie zeigt, dass es neben Ehebruch weitere Situationen geben kann, in denen der Ehebund faktisch zerstört ist.

Er nennt als Beispiele körperliche Gewalt, sexuellen Missbrauch, emotionalen Missbrauch, extremen Narzissmus und die Gefährdung von Kindern. Diese Situationen sind nicht „Beliebigkeit“, sondern zerstörerische Zustände, in denen der Ehepartner das göttliche Joch aktiv zerreißt.

Philipp betont, dass solche Fälle nicht leichtfertig beurteilt werden dürfen, sondern im Einzelfall unter der Führung des Heiligen Geistes geprüft werden müssen. Dennoch macht er klar: Wenn eine Beziehung so zerstörerisch ist, dass Gottes Schalom (Frieden) nicht mehr möglich ist und der Partner nicht umkehrt, dann ist eine Trennung eine notwendige Schutzmaßnahme und fällt unter die Kategorie „solcher Fälle“, die Paulus ausdrücklich zulässt.

Moderne Scheidung ist nicht mit der biblischen Entlassung gleichzusetzen

Damit wird auch verständlich, warum die moderne Scheidung nicht automatisch mit der biblischen Entlassung gleichzusetzen ist. Philipp erklärt, dass Jesus in Matthäus 5 und 19 das Wort „apolyo“ verwendet, das im Griechischen „losbinden, freigeben, entlassen“ bedeutet. Es beschreibt die jüdische Entlassungspraxis der Antike, bei der ein Mann seiner Frau einen Entlassungsbrief gab, damit sie rechtlich nicht als Ehebrecherin galt, wenn sie erneut heiratete. Diese Praxis war einseitig und wurde oft missbraucht, etwa wenn ein Mann seine Frau wegen angebranntem Essen oder weil er eine andere schöner fand, entließ. Jesus korrigiert diese Missbräuche und erlaubt Entlassung ausschließlich bei erwiesenem sexuellen Fehlverhalten.

Philipp betont, dass moderne Bibelübersetzungen, die „apolyo“ mit „scheiden“ wiedergeben, zu schweren Missverständnissen führen. Die heutige Scheidung ist ein staatlicher Rechtsakt, der beidseitig geprüft wird und nicht identisch mit der antiken Entlassung ist. Deshalb ist es falsch, aus den Worten Jesu ein pauschales Wiederheiratsverbot abzuleiten. Die biblische Entlassung ist ein eng definierter Ausnahmefall, während die moderne Scheidung ein juristischer Vorgang ist, der je nach Situation unter die Kategorie „solcher Fälle“ fallen kann, wenn der Bund durch schwere Sünde oder Gewalt faktisch zerstört wurde.

Scheidung aus der Perspektive der Frau

Nadine Schreiber erklärt außerdem aus ihrer Sicht, wie eine Frau in der damaligen Welt existenziell darauf angewiesen war, verheiratet zu sein — für Versorgung, Schutz, gesellschaftliche Anerkennung. Wenn ein Mann sie aus einem lächerlichen Grund entließ, war das für sie existenzbedrohend.

Nadine (von heilung-ist-gottes-wille.de) betont, dass Jesus genau diese Realität sieht: Die Frau ist nicht die Schuldige. Sie ist das Opfer der Herzenshärtigkeit des Mannes. Wenn sie erneut heiratet, ist das nicht Ehebruch von ihr, sondern die Folge der Sünde des Mannes. Nadine zeigt, dass die falsche Übersetzung „Wer eine Geschiedene heiratet, bricht die Ehe“ die Aussage Jesu ins Gegenteil verkehrt und die Frau zum Schuldigen macht, obwohl Jesus klar sagt, dass der Mann die Schuld trägt.

Der Entlassungsbrief als Schutzmechanismus

Der Mann wollte seine Frau nicht mehr, sein Herz war verhärtet, doch Gott sorgt dafür, dass die Frau nicht ins Elend fällt. Der Entlassungsbrief ist ein Schutzmechanismus, der sicherstellt, dass die Frau wieder „unter ein Joch“ mit einem anderen Mann kommen kann. Nadine betont, dass dies etwas Gutes ist – nicht nur für die Frau, sondern auch für den Mann, der sie annimmt.

Gott schützt die Frau

In einer neuen Ehe ist sie versorgt, angenommen, geliebt und wertgeschätzt, sofern der Mann richtig handelt. Nadine’s Erklärung der Perspektive einer Frau nach der Scheidung macht deutlich, dass Gott jede einzelne Frau sieht und sie nicht dem Schicksal überlässt, das durch die Härte des Mannes entstanden ist.

Die Entlassung ist also kein Ausdruck göttlicher Zustimmung zur Trennung, sondern ein Ausdruck göttlicher Fürsorge in einer Welt, in der Männer ihre Frauen aus selbstsüchtigen Gründen loswerden wollten.

Gott schützt die Frau, indem er ihr ermöglicht, wieder in eine stabile, versorgende Beziehung einzutreten, obwohl der Mann den heiligen Bund leichtfertig zerstört hat.

Biblische Analyse und Auslegungen über die Ehe und Scheidung

Ehe ist ein heiliger Bund – Sexualität gehört ausschließlich in die Ehe

Philipp erklärt, dass die Bibel Sexualität klar definiert: Sie gehört nur in die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau. Heiligung ist Gottes Wille und bedeutet ein Lebensstil, der sich bewusst von Unreinheit und sexueller Sünde abgrenzt. Dazu gehört insbesondere, sich von jeder Form von Unzucht fernzuhalten. Der Begriff Pornäa bezeichnet nach seiner Erklärung in der Bibel alle sexuellen Handlungen außerhalb der Ehe – sowohl vor‑eheliche als auch außer‑eheliche Sexualität. Für Philipp ist dieser Begriff eindeutig: immer wenn die Bibel von Unzucht spricht, meint sie Sexualität außerhalb der Ehe. Er betont, dass dies leicht zu verstehen ist und dass die Bibel hier keinerlei Spielraum oder Unklarheit lässt.

Gottes Wille ist Heiligung – nicht Beliebigkeit

Philipp widerspricht der liberalen Lehre, Christen könnten „machen, was sie wollen“.

Originalzitat aus dem Video:

„Man dürfte machen, was man will … das ist absurd.“ „Gott hat uns nicht zur Unreinheit berufen, sondern zur Heiligung.“

Er betont:

  • Die Gnade Gottes erzieht zu einem heiligen Lebensstil (Titus 2).
  • Heiligung ist Gottes erklärter Wille (1. Thess 4).
  • Sexualität ist nicht beliebig, sondern klar geregelt.

Unzucht (Pornäa) ist jede Form von Sexualität außerhalb der Ehe

Philipp erklärt ausführlich den Begriff Pornäa.

Originalzitat:

„Unzucht … bezeichnet … alle Formen des Außer‑ und Vor‑ehelichen geschlechtlichen Umgangs.“

Wichtige Punkte:

  • Pornäa = jede sexuelle Handlung außerhalb der Ehe
  • Auch vor der Ehe ist Sex verboten
  • Ehebruch ist ein Bundesbruch
  • Sexuelle Sünde verbindet zwei Menschen zu „einem Leib“ (1. Kor 6)

Scheidung ist nicht Gottes Wille – aber in bestimmten Fällen erlaubt

Philipp nennt klar Ehebruch als legitimen Grund für Scheidung.

Originalzitat:

„Ehebruch ist eine solche Ertschulung, Scheidung ist in einem solchen Fall nicht geboten, sondern erlaubt.“

Wichtig:

  • Scheidung ist nicht Gottes Ideal
  • Aber sie ist erlaubt, wenn der Bund durch Unzucht zerstört wurde
  • Jede Situation muss individuell geprüft werden

Wiederheirat ist nicht grundsätzlich verboten

Philipp widerspricht der Lehre, dass Wiederheirat kategorisch verboten sei.

Originalzitat:

„Es gibt Kreise, die sagen … man dürfte gar nicht wiederheiraten … das müssen wir uns genau angucken.“

Er zeigt:

  • Wiederheirat hängt vom Grund der Scheidung ab
  • Die Bibel ist differenziert, nicht pauschal

Gewalt und Missbrauch können legitime Gründe für Trennung sein

Philipp bestätigt im Gespräch mit den Zuschauern, dass Missbrauch und Gewalt eine Trennung rechtfertigen können.

Originalzitat:

„Ich glaube, wenn man eine Ehe Gewalt, Missbrauch erlebt, dann ist es bestimmt erlaubt … wenn keine Besserung in Sicht ist.“

Damit wird klar:

  • Schutz des Opfers steht im Vordergrund
  • Die Bibel verlangt nicht, dass jemand in zerstörerischen Umständen bleibt

Paulus unterscheidet zwischen Gebot und persönlicher Weisung

Philipp greift die Frage aus dem Chat auf, ob Paulus’ Aussagen Gebote oder persönliche Ratschläge sind.

Originalzitat:

„Paulus hat auch dazu einiges geschrieben … aber es war seine Denkweise … keine Anweisung von Gott.“

Er kündigt an, diese Stelle später zu behandeln.

Sexuelle Sünde ist besonders schwerwiegend

Philipp betont die Schwere sexueller Sünde.

Originalzitat:

„Lasst euch unter keinen Umständen zu sexueller Unmoral verleiten.“ „Bei keiner Sünde versündigt er sich so unmittelbar an seinem eigenen Leib.“

Damit unterstreicht er:

  • Sexualität ist geistlich bedeutsam
  • Ehebruch und Unzucht haben tiefgreifende Folgen
  • Reinheit schützt die Beziehung zu Gott

Wichtige Bibelverse und Positionen

Philipp Schreiber zeigt, dass die biblische Lehre über Ehe und Wiederheirat nur dann verständlich wird, wenn man die verschiedenen Schriftstellen zusammen liest und ihre innere Logik erkennt.

FAQ – Was sagen einzelne Bibelverse über Ehefragen

Thessalonicher 4,1–7

Gottes Wille ist Heiligung. Sexualität außerhalb der Ehe ist „Unzucht“ und klar verboten. Christen sollen rein leben und sich von sexueller Unmoral fernhalten.

Korinther 6,15–18

Sexuelle Sünde verbindet zwei Menschen zu „einem Leib“. Unzucht verletzt den eigenen Körper und bricht den heiligen Rahmen der Ehe.

Epheser 4,14

Christen sollen nicht von falschen Lehren hin‑ und hergeworfen werden. Auch beim Thema Wiederheirat gibt es extreme Positionen, die vom biblischen Weg ablenken.

Titus 2,12

Die Gnade Gottes erzieht zu einem heiligen Lebensstil. Sie führt weg von sexueller Beliebigkeit und hin zu einem Leben, das Gott gefällt.

Weitere wichtige Bibelverse zum Thema Ehe und Heiligung

Weitere wichtige biblische Aussagen zum biblischen Bund der Ehe, die im Vortrag genannt worden sind, finden wir in Römer 12,2, in der die Gemeinde dazu aufgerufen wird, sich nicht dem Weltlauf anzupassen – besonders nicht dem weltlichen Eheverständnis, das Beziehungen nach dem Motto „wenn man sich nicht mehr liebt“ auflöst. Stattdessen sollen Christen ihr Herz bewahren, wie Sprüche 4,23 mahnt: Bitterkeit und Zynismus zerstören von innen (das Herz), doch Gott ruft zu Heilung und Reinheit.

Diese Reinheit zeigt sich im Lebenswandel, denn 1.Johannes 2,6 fordert Christen auf, so zu leben wie Jesus – in Treue, Reinheit und Beständigkeit. Dadurch werden sie zu reinen, untadeligen Lichtern in einer verdrehten Welt, wie Philipper 2,15 betont, auch im Bereich der Sexualethik. 1.Thessalonicher 4,1–8 fasst diesen Ruf zur Heiligung zusammen: Gottes Wille ist Reinheit, und Unzucht bedeutet jede Form von Sexualität außerhalb der Ehe; Christen sollen sich von sexueller Unmoral fernhalten. Die Grundlage dafür liegt in der Schöpfungsordnung selbst, denn 1.Mose 2,24 beschreibt die Ehe als göttliche Einheit, in der zwei Menschen zu einem Fleisch zusammengejocht werden. Jede Trennung widerspricht diesem ursprünglichen Willen Gottes.

Eine Sammlung aller wichtigen Bibelverse zum Thema chrisltiche Ehe

Hier ist eine Sammlung der wichtigsten Bibelverse zu Ehe, Scheidung, und Wiederheirat, die im Vortrag von Philipp Schreiber diskutiert worden sind.

Positionen zu Ehe, Scheidung und Wiederheirat in der deutschen Kirche

Evangelikale Position – „Wiederheirat nur bei zerstörtem Bund“

Evangelikale Webseiten wie Evangelium21 betonen eine strenge Auslegung der Worte Jesu. Die Ehe gilt als heiliger Bund, der nur durch Ehebruch oder Verlassenwerden zerstört werden kann. In ihrem Artikel heißt es: „Jesus erlaubt Scheidung und Wiederheirat nur im Fall von Unzucht“ (Evangelium21, Was lehrt die Bibel über Scheidung und Wiederheirat?). Diese Sicht stützt sich stark auf Mt 19,9 und 1.Kor 7, wobei die Autoren argumentieren, dass moderne liberale Interpretationen die „Schwere des Bundesbruchs“ verharmlosen. Die theologische Grundlage ist klar reformatorisch‑evangelikal, oft mit Bezug auf John Piper, Wayne Grudem und klassische reformierte Ethik.

Katholische Position – „Keine Scheidung, aber seelsorgerliche Öffnung“

Die katholische Kirche hält am Grundsatz fest, dass eine sakramentale Ehe unauflöslich ist. Dennoch hat sich die Praxis seit Amoris laetitia verändert. Das Bistum Rottenburg‑Stuttgart schreibt: „In komplexen Situationen braucht es eine Gewissensentscheidung, die im Licht des Evangeliums getroffen wird“ (Rottenburg‑Stuttgart, Christlich verantwortetes Leben nach Scheidung und Wiederverheiratung). Die Kirche betont, dass wiederverheiratete Geschiedene unter bestimmten Umständen Zugang zu den Sakramenten erhalten können, wenn eine sorgfältige „Unterscheidung der Situationen“ erfolgt. Diese Position wurzelt in der katholischen Moraltheologie, der Sakramentenlehre und der Betonung des Gewissens als Ort der Gottesbegegnung.

Evangelische Landeskirchen – „Wiederheirat grundsätzlich möglich“

Die evangelischen Landeskirchen vertreten eine pastoral‑offene Sicht, die stärker auf individuelle Lebenssituationen eingeht. In einer EKD‑Handreichung heißt es: „Scheidung ist ein Scheitern, aber kein endgültiger Bruch mit Gottes Willen“ (EKD, Ehe und Familie – Eine Orientierungshilfe). Wiederheirat wird als legitime Möglichkeit gesehen, sofern Verantwortung, Reife und seelsorgerliche Begleitung gegeben sind. Die Grundlage ist eine hermeneutisch‑historische Auslegung der Bibel, die Jesu Worte nicht als juristische Norm, sondern als „Schutz der Schwachen“ versteht. Die EKD betont die Freiheit des Christenmenschen und die Bedeutung der persönlichen Gewissensentscheidung.

Christlicher Fundamentalismus und geisticher Missbrauch

Christlicher Fundamentalismus wird in Medienberichten, religionssoziologischen Studien und der Sektenforschung häufig als ein Milieu beschrieben, in dem autoritäre Leitungsstrukturen, strenge moralische Normen und geistige Druckmechanismen zusammenwirken.

Diese Dynamiken erzeugen nicht nur theologische Spannungen, sondern auch soziale und psychologische Konfliktfelder, die in der öffentlichen Wahrnehmung als Formen geistlichen Missbrauchs sichtbar werden.

Und dieses Haus, das ich meinem Namen geheiligt habe, werde ich von meinem Angesicht wegstoßen und werde es zum Sprichwort und zur Spottrede unter allen Völkern machen.

2.Chronik 7,20

Deutungshoheit und geistliche Leiter die zu ungerechten Richtern werden

In solchen Kontexten werden biblische Aussagen selektiv ausgelegt und wie ein Gesetz behandelt, das keinen Raum für Auslegung, Gewissen oder seelsorgerliche Differenzierung lässt. Prediger und Gemeindeleiter treten dabei als vermeintliche Vollstrecker göttlicher Ordnung auf und sprechen Urteile, die sie selbst als „Gottes Willen“ deklarieren.

Dadurch machen sie sich zu ungerechten Richtern ohne Gnade, die nicht aus der Haltung Christi heraus handeln, sondern aus einer autoritären Deutungshoheit, die jede Abweichung als Rebellion gegen Gott wertet.

Dann ist der HERR dem Unterdrückten eine Festung, eine Festung in Zeiten der Bedrängnis.

Psalm 9,10

Erkenntnisse aus Sektenforschung

Sektenforschung und traumatherapeutische Erkenntnisse zeigen, dass diese autoritären Strukturen im christlichen Fundamentalismus und evangelikal-konservativen Gemeinden tiefgreifende Auswirkungen auf Betroffene haben: die Drohung mit „göttlicher Strafe“ gehört zu den zentralen Mustern geistlichen Missbrauchs.

In Aussteigerforen, Beratungsstellen für religiöse Gewalt und Selbsthilfegruppen berichten viele ehemalige Mitglieder konservativer oder fundamentalistisch geprägter Gemeinden von einem wiederkehrenden Muster: Leitungspersonen oder geistliche Autoritäten nutzen die Angst vor göttlicher Strafe, um Verhalten zu kontrollieren, Loyalität zu sichern oder Kritik zu unterbinden.

Typische Formulierungen, die Betroffene schildern, lauten etwa:

  • „Wenn du gehst, verlässt du Gottes Schutz.“
  • „Gott wird dich richten, wenn du diese Entscheidung triffst.“
  • „Wer sich der Gemeinde widersetzt, widersetzt sich Gott.“
  • Wiederheirat ist Rebellion gegen Gottes Ordnung.“

Autoritäre Gemeindestrukturen in religiöser Leiterschaft

Autoritäre Gemeindestrukturen prägen viele konservativ‑evangelikale und fundamentalistisch geprägte Milieus, in denen Leiterschaft stark zentralisiert und theologisch überhöht wird. Charakteristisch sind religiöse, pastor‑zentrierte Modelle, in denen geistliche Autorität kaum hinterfragt werden darf und Lehrtraditionen als verbindliche Normen gelten, denen sich die Gemeinde unterzuordnen hat.

Diese Form der Leitung wird häufig durch biblische Metaphern wie „Hirte und Herde“ legitimiert und mit Gehorsamsforderungen gegenüber geistlichen Leitern verknüpft. In solchen Kontexten dient Epheser 4,14 — „damit wir nicht mehr unmündig seien und von jedem Wind der Lehre hin‑ und hergeworfen werden“ — oft als Disziplinierungsvers, der Kritik an der Gemeindeleitung als Gefahr für die Einheit oder als Ausdruck geistlicher Unreife deutet.

Genau diese Mechanismen werden in Medienberichten und wissenschaftlichen Studien als Merkmale autoritärer religiöser Systeme beschrieben, die soziale Kontrolle ausüben und moralische Normen durchsetzen.

Gemeindezucht in evangelikalen Kreisen und christlichem Fundamentalismus

In konservativ‑evangelikalen und fundamentalistisch geprägten Gemeinden spielt Gemeindezucht eine zentrale Rolle bei der Durchsetzung moralischer Normen. Scheidung und Wiederheirat werden dabei nicht nur theologisch bewertet, sondern häufig auch sozial sanktioniert: Betroffene erleben Ausschluss aus Leitungsfunktionen, Stigmatisierung oder werden als „in Sünde lebend“ geächtet.

Diese Mechanismen erzeugen einen starken sozialen Druck, der die Gemeinde zu einem moralisch kontrollierten Raum macht, in dem Abweichungen vom normativen Eheverständnis als Gefahr für die geistliche Reinheit gelten.

Medienberichte über Freikirche und fundamentalistisches Christentum

Medienberichte und wissenschaftliche Studien beschreiben genau diese Form der moralischen Kontrolle als charakteristisch für autoritäre religiöse Systeme, in denen Gemeindezucht nicht nur in seelsorgerlicher Begleitung ausgeübt wird, sondern auch ein Instrument sozialer Disziplinierung ist.

Freikirchliche und fundamentalistisch geprägte Milieus stehen seit Jahren im Fokus von Medienberichten und religionssoziologischen Studien, die ihre inneren Strukturen, moralischen Normen und sozialen Dynamiken kritisch untersuchen. Besonders im Zusammenhang mit Scheidung, Wiederheirat und Gemeindezucht wird häufig beschrieben, wie strenge Sexualethik, autoritäre Leitungsmodelle und soziale Sanktionen das Gemeindeleben prägen.

Religionssoziologische Forschung und Sektenanalysen weisen darauf hin, dass moralische Kontrolle, Ausschlussmechanismen und die Betonung von Reinheit zentrale Faktoren sind, die solche Gruppen in den Medien sichtbar machen.

Religiöse Machtmechanismen und geistlicher Missbrauch

In konservativ‑evangelikalen und fundamentalistisch geprägten Gemeinden entstehen religiöse Machtmechanismen, die in der Sektenforschung als Formen geistlichen Missbrauchs beschrieben werden. Dieser Missbrauch zeigt sich darin, dass geistliche Autorität genutzt wird, um Kontrolle auszuüben, statt ehrlich seelsorgerlich zu begleiten und in die Gnade zu führen, die das Evangelium von Jesus Chistus verspricht.

Typische geistliche Druckmittel

Typisch sind geistliche Druckmittel wie „Gott will…“, „Die Bibel sagt eindeutig…“ oder „Wer sich dem widersetzt, widersetzt sich Gott“, die als „moralische Keulen“ eingesetzt werden und die Entscheidungsfreiheit der Betroffenen einschränken.

Beurteilung von religiösem Missbrauch in der Traumatherapie

Traumatherapeutische Forschung zeigt, dass solche Botschaften bei Menschen in Krisensituationen — etwa nach Scheidung oder in komplexen familiären Konflikten — besonders tief wirken, weil sie Schuldgefühle, Angst und Abhängigkeit verstärken.

Sektenforschung beschreibt diese Dynamiken als autoritäre Deutungshoheit, bei der Bibelstellen selektiv oder manipulierend ausgelegt werden, um bestimmte moralische Positionen zu legitimieren und abweichendes Verhalten zu sanktionieren.

Einordnung geistlichen Missbrauchs aus traumatherapeutischer Sicht

Diese oben diskutierte Form geistlicher Einschüchterung wirkt wie ein Bindungstrauma: Menschen fürchten nicht nur den Verlust der Gruppe, sondern auch den Verlust des vermeintlichen göttlichen Schutzes.

Gleichzeitig fördert sie Scham und Selbstabwertung, da Betroffene lernen, ihre eigenen Wünsche, Bedürfnisse und Grenzen als potenziell sündig oder gefährlich zu betrachten. Die ständige Angst vor göttlicher Strafe blockiert die Entscheidungsfähigkeit und führt dazu, dass selbst einfache Lebensfragen mit übergroßer innerer Bedrohung verbunden sind.

 So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind. 

Römer 8,1

Viele Aussteiger berichten, dass diese Angst noch Jahre nach dem Verlassen der Gruppe anhält und sich tief in ihr Gottesbild eingeprägt hat – selbst dann, wenn sie inzwischen in gesunden Gemeinden leben oder ihren Glauben neu gefunden haben.

Predigtempfehlung – Michael Merkt

Empfohlene Predigt von Michael Merkt (Gospel Center Brugg):

Titel: Scheidung und Wiederheirat (1–3)

Sprecher: Michael Merkt

Link: Predigt anhören.

Michael Merkt – über den Prediger

Michael Merkt ist ein Prediger aus der freikirchlichen Szene, der die ehrliche und bibeltreue Suche vieler Christen nach Wahrheit würdigt, ohne sie zu beschämen. Michael Merkt betont ausdrücklich, dass der Wunsch, Gottes Willen zu erkennen, gelobt werden muss – gerade in komplexen Fragen wie Scheidung und Wiederheirat.

Gleichzeitig spricht er offen über die Stigmatisierung, die Christen erleben können, wenn sie selbst eine Scheidung hinter sich haben.

Die Predigt richtet sich nicht an Ehepaare, die sich aktuell in einer Krise befinden. Merkt verweist klar auf Versöhnung, Ehekurse, Kommunikationstraining und seelsorgerliche Begleitung, wenn eine Beziehung belastet ist. Sein Fokus liegt auf der theologischen Einordnung, nicht auf akuten Konfliktsituationen.

Christliche Datenbank für Predigten und Lehre – Onlinepredigt.de

Das Portal ONLINEPREDIGT ist eine umfangreiche Datenbank für christliche Lehrinhalte, in der die Predigt von Michael Merkt bereitgestellt wird. Die Plattform sammelt MP3‑Predigten, Videobotschaften und schriftliches Lehrmaterial aus unterschiedlichen freikirchlichen und evangelikalen Kontexten. Sämtliche Inhalte können kostenlos für den privaten Gebrauch heruntergeladen werden; für jede andere Nutzung ist eine schriftliche Genehmigung erforderlich.

Die Seite richtet sich besonders an Christen, die vertiefende Lehre suchen, ältere Predigtreihen nachhören möchten oder Material für Bibelstudium und Gemeindearbeit benötigen. Durch die klare Struktur und die thematische Sortierung ist ONLINEPREDIGT eine wertvolle Ressource für bibeltreue Christen, die sich mit komplexen Themen wie Scheidung, Wiederheirat, Heiligung, Gemeindeethik oder geistlichem Missbrauch auseinandersetzen möchten.

Die Predigt von Michael Merkt ist dort Teil eines größeren Bestands an sorgfältig kuratierten Lehrinhalten, die sowohl theologisch fundiert als auch praxisorientiert sind. Weitere Informationen: ONLINEPREDIGT – Über die Plattform.

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